Fruity Loops 3.x Tutorial

Fruity Loops ist ein komplexes, aber dennoch bedienerfreundliches Musikprogramm, das von der Anwendung her eine Weiterentwicklung des altbekannten Musik-Tracker aus der Commodore-Ära darstellt. Die Musik wird hauptsächlich mit integrierten Software-Synthesizern, wie dem TS404, dem Wasp und dem 3xOsc und natürlich auch Samples im WAV-Format komponiert. Zudem hat man auch die Möglichkeit Kanäle eines MIDI-Instruments, wie z.b. einem Synthesizer auf separaten Midi-Spuren anzusprechen. Folglich lässt sich mit dem Programm eine Menge musikalischer Ideen verwirklichen.
Das Programm hat daher mich fasziniert, weil man auf einfache Weise Songs vom Genre Techno, Trance, House, Dance (im Grunde sind alle erdenklichen Richtungen möglich, man braucht nur die richtigen Instrumente!) komponieren kann. In wenigen Stunden habe ich meist einen Song mit einer minimalen Länge von 3 Minuten fertiggestellt. Die neuste Version von Fruity Loops ist 3.55. Erhältlich ist eine Demo unter www.fruityloops.com

Aufbau:
Das Programm besteht aus 5 Hauptkontrollübersichten:
1. Menüs/Abspielkontrollen
2. Instrumentenübersicht (Browser)
3. Pattern-Editor (Step-Sequencer)
4. Arrangement-Editor (Playlist)
5. Effekt-Editor (Effects)

 

1. Menüs, Abspielkontrollen
Hier findet man die Hauptregler des Programms zum Abspielen, Stoppen und Aufnehmen eines Patterns/Songs, zum Verändern des Abspieltempos in BPM, zum Ausblenden/Einblenden der anderen vier Übersichten und dem Piano Roll und zum Verändern der vier festgelegten Haupteffekte.

2. Instrumente
Dies ist eine Übersicht aller Instrumente, Samples und Songs, die Fruity Loops zu bieten hat. Aber es lassen sich über die Option "Directories" auch eigene Quellordner bestimmen, die dann dort mit angezeigt werden. Die Samples müssen einfach nur in den Pattern-Editor gezogen werden, um sie dort bearbeiten zu können.

3. Pattern-Editor
Im Pattern-Editor werden die Noten entweder in der Kurzansicht oder im Piano Roll für jedes einzelne Instrument gesetzt.
Das Piano Roll bietet zudem die Möglichkeit, die Länge für geloopte Instrumente zu verändern. Die kürzeste festlegbare Note ist 1/4. Ein Shuffle-Regler verändert den gleichmäßigen Takt und lässt die Songs grooviger klingen. Das ist z.B. gut für Rock-, House- und Jazz-Musik. In jedem Instrumentenfenster finde man zahlreiche Einstellungsregler, um einem Instrument einen Feinschliff zu geben oder eine komplette Veränderung durchzuführen. Man beachte die genialen CutOff- und Resonanz-Regler und nicht zu vergessen die Echo-Regler!

4. Playlist
In der Playlist wird das Arrangement der im Song abzuspielenden Patterns festgelegt. Die Patterns können auf mehrere parallel liegenden Spuren nach unterschiedlichen Farben (Fruity Loops) abgelegt werden.

5. FX-Editor
Jeder integrierte Synthesizer und jedes Sample lässt sich auf insgesamt 16 Kanälen mit jeweils 4-8 Slots mit VST und FruityLoops Effekten bestücken, was zu einer noch größeren Klangvielfalt und Modulation der Instrumente führt. Von der Partie sind dabei Bass Boost, Distortion, Flanger, Auto-Pan, Phaser, Delay und einige mehr. Aber es können auch weitere VST-Effekte und Instrumente, die im Handel erwerbbar sind, als Module eingefügt werden. Ein großes Lob darf über den Buzz-Support ausgesprochen werden, der es ermöglicht, Instrumente von dem beliebten Synthi-Programm Buzz einzubinden und zu verändern. Dies ist seit der FLP-Version 3.3 möglich.

Techno/Dance/Trance Kurs für Anfänger:

Dieses Beispiel-Pattern soll euch Anfängern zeigen, wie man einen einfachen aber soliden Rhythmus erstellen kann, Im Grunde kommt es eigentlich hauptsächlich auf die verwendeten Samples an. Nehmt immer kräftige Basedrums, spitzklingende Open-Hihats und wuchtige Claps!